Verstopfte Straßen rund um A 3: SPD drängt auf baldige Lösung Verkehr Politischer Austausch beim Treff der Sozialdemokraten in Windhagen.

Beim SPD-Treff Windhagen haben sich die Sozialdemokraten über aktuelle Themen ausgetauscht. Das Treffen am Mittwoch bot Informationen aus erster Hand, denn die SPD hatte Michael Christ, Bürgermeisterkandidat und Bauamtsleiter der Verbandsgemeinde Asbach, zu ihrer Runde eingeladen. Hauptthema war die Verkehrssituation im Bereich der A 3 und Kreuzung Rottbitzer Straße/ Windhagener Weg. Im Auftrag der Ortsgemeinde Windhagen haben sich die Planer bereits vor rund zehn Jahren mit einer verkehrstechnischen Lösung beschäftigt. Nach dem Bau des ersten Kreisels an der Einmündung Rottbitzer Straße/Vogelbitze sollte der „Freiberg-Kreisel“ (1,6 Millionen Euro) an der Kreuzung Rottbitzer Straße/Windhagener Weg eingerichtet werden. Der zuständige Landesbetrieb Straßenbau NRW war aber mit dem Konzept des zweispurigen Kreisels nicht einverstanden. Der Auto- und Lkw- Verkehr nehme in dem „Nadelöhr“ immer weiter zu, der Plan des im NRW-Gebiet liegenden Freiberg- Kreisels sei vom Landesbetrieb nicht angenommen worden. „Was können wir nun tun?“, fragte SPD-Vorsitzender Thomas Stumpf den Bauamtsleiter. Fraktionsübergreifend wären sich die VG-Räte einig, dass eine verkehrstechnische Verbesserung nötig ist. Die 1,6 Millionen Euro seien viel Geld für eine geringe Verkehrsverbesserung, meinte Christ. Auch um abwendbare Kosten zu vermeiden, sei es wichtig, sich länderübergreifend zusammenzusetzen und Gespräche mit Bad Honnefs Bürgermeister zu führen. Bei Schichtwechsel (Wirtgen) gebe es einen Rückstau im Windhagener Weg. Lkw mit Fahrziel Autohof verstopften das kurze Stück zwischen Autobahnabfahrt und Kreuzung Windhagener Weg, stimmte Christ dem Vorsitzenden zu. „Das Kernproblem ist die Nähe der Autobahnabfahrt zu der Kreuzung“, sagte Christ. Die Autobahnzubringer hätten allerdings Vorrang. Die Ampeln an der Kreuzung müssten so geschaltet sein, dass es keinen Rückstau auf die Autobahn gebe. Die jetzige Planung des Freiberg-Kreisels geht den Sozialdemokraten nicht weit genug. „In Anbetracht der aktuellen Situation und zukünftigen Verkehrsentwicklung muss großräumiger geplant werden“, betonten sie. Der Verkehr habe extrem zugenommen, und dies betreffe nicht nur die Ost-West-Richtung auf rheinland-pfälzischem Gebiet. „Auch in Höhe Ortseinfahrt Aegidienberg stehe ich im Stau, wenn ich in Richtung Rottbitzer Straße fahre“, so ein SPD-Mitglied. Zukünftig komme auch noch der Auto- und Lkw-Verkehr der geplanten Produktionsstätte hinter Stockhausen hinzu. Um die Situation zu entzerren, hatte die SPD die Verlegung des Freiberg-Kreisels weiter östlich vorgeschlagen. „Ich sehe ein Heil nur darin, wenn eine zusätzliche Autobahnauf- und -abfahrt kommt“, sagte Michael Möhlenhof. „Wir haben großflächige Rückstaus. Die Verkehrsableitungen müssen großflächig erfasst werden. Da muss NRW Butter bei die Fische tun“, meinte Dr. Roland Kohler (Grüne). Dieter Haverkorn pflichtete Kohler bei: „Das Ganze muss auf höhere Ebene verankert werden“. Die Windhagener fühlten Christ auch hinsichtlich Radweg auf den Zahn. „Rechts des Windhagener Weges ist die gerodete Fläche für die Amphibienwanderung, links befindet sich zum Teil die Bebauung von Wirtgen. Das wird schwierig“, meinte dieser. Windhagener Sozialdemokraten und Gäste nutzten den „SPD-Treff“ zu lockeren Informationsaustausch.