SPD fordert „Steuerboni“ für Ehrenamtler

Der SPD Ortsverein Windhagen konnte mit seinem Antrag, „Weitere Stützung und Förderung der ehrenamtlichen Tätigkeit“, einen ersten Erfolg erzielen. So machte sich die Neuwieder Kreisdelegiertenkonfenz SPD den Appell, sich für eine regelmäßige Ehrung der Ehrenamtlichen einzusetzen, ihre Vernetzung zu stärken sowie möglichst zentrale Ansprechpartner für die Aktiven schaffen, einstimmig zu eigen. Neben diesem Apell möchten die Genossen jedoch auch die steuerliche Anerkennung erheblich verbessern. So sollen nicht nur die steuerlichen Ehrenamtspauschalen deutlich angehoben werden sondern möglichst durch einen einheitlichen Freibetrag in Höhe von 3300,– € ersetzt werden. Um dabei auch die gemeinnützigen Vereinen im Ergebnis selbst zu stärken als auch den bürokratischen Aufwand zu minieren, sollte dieser „(neue) Freibetrag“ auch als „Ehrenamtspauschbetrag“ oder „Ehrenamtsentlastungsbetrag“ unmittelbar in der Steuererklärung geltend gemacht werden können. Also ein „Steuerbonus“ welcher der Steuerpflichtige von seinen Einkünften automatisch abziehen kann, wenn er im gewissen Umfang tatsächlich ehrenamtliche Dienstleistungen übernommen hat. „Unser Gemeinwesen lebt davon, dass Menschen sich freiwillig engagieren. Ohne dieses Engagement würde das Zusammenleben nicht wirklich funktionieren. Wir können es daher gar nicht hoch genug wertschätzen und anerkennen, dass so viele Menschen tagtäglich Verantwortung für andere und das Gemeinwohl übernehmen“. „Dabei“, so der Vorsitzende des Ortsvereins, Dr. Thomas Stumpf, weiter, „übernehmen Ehrenamtliche ihre Aufgaben bei der Feuerwehr, in Sportvereinen, in Kirchen sowie in kulturellen oder sozialen Einrichtungen nicht, um Geld zu verdienen. Sie machen das aus Freude und der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit.“ Die bisherige steuerliche Anerkennung mit einer „Ehrenamtspauschale“ von lediglich 720,– € bzw, einer Übungsleiterpauschale“ von 2400,– € ist längst nicht mehr zeitgemäß. „Deshalb wollen wir mit unserem Vorstoß eine breite Diskussion anstoßen, die beim Finanzminister und den Steuerpolitikern im Bundestag einen hinreichenden Handlungsdruck erzeugt. Wäre schön, wenn sich auch über die SPD hinaus recht viele diesem Ansinnen anschließen würden.“ So der Wunsch der Genossen, die diesen Ansatz auch im Wahlprogramm der SPD zur Bundestagswahl noch unterbringen wollen.

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