Erneuter „Anschlag“ auf den Windhagener Hohlweg.

Wie vom Donner gerührt mussten Anwohner an der Vierwindener Straße am Montagmorgen erleben und hilflos mit Ansehen, wie Bedienstete der Bauhofes sich mit Kettensägen und Baumschneidern bewaffnet am geschützten Gehölz des Windhagener Hohlwegs zu schaffen machten. Das Ergebnis dieser Nacht- und Nebelaktion trieb manchem Anwohner die Tränen in die Augen. War es doch, trotz jahrelanger Bautätigkeiten im Umfeld, gelungen, ein einzigartiges Naturdenkmal im Innerort von Windhagen zumindest in Fragmenten zu erhalten. Und jetzt das: ein nicht wieder gutzumachender Eingriff in geschützte Natur. In die Lebensräume geschützter Arten wie Fledermäuse, seltene Vögel und Kleintiere. 30 m Bäume und Großsträucher radikal entfernt. Ganz zu schweigen vom zerstörten über Jahrzehnten gewachsenen Naturbild mit einzigartigen Baumbildern. Völlig geplättet waren auch die Ratsmitglieder, die sich spontan ein Bild vor Ort machten. Gingen sie doch bis dato davon aus, dass der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung eine eindeutige Beschlusslage herbeigeführt habe, die einen solchen Naturfrevel dauerhaft entgegenstehen würde. „Eine Schande wie hier zum wiederholten Male Fakten geschaffen werden. Wer lässt hier ohne Sinn und Verstand Roden und Plattmachen?, fragte sich nicht nur Rolf Kahmann von der SPD. Die Fraktion will durch ihre Anfrage aber auch die Benennung von Ross und Reiter erreichen: „Wer ordnet solche Einsätze ein und Warum? Wer hat auch das Fällen von kartierter Bäumen zu verantworten?“ „Wir hoffen“, so Thomas Stumpf, Fraktionsvorsitzender, dass wir hier Antworten bekommen die es ermöglichen im Rat eine gemeinsame Haltung zu dieser Aktion zu finden. Darüber hinaus aber auch die Chance eröffnen, endlich auch die Fragen nach einer Baumsatzung und der Erhalt typischer Dorfbilder zur Sprache zu bringen.

 

 

 

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