Ministerin Reiß: Bildung muss gebührenfrei bleiben

Wahlkampf: Fachvortrag bei Besuch in Asbach – Lehrer wünschen sich bei der Inklusion mehr Unterstützung vom Land

Auf Einladung der Sozialdemokraten in der Verbandsgemeinde Asbach war die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Vera Reiß, in Asbach Gast. Sie wurde von der SPD-Direktkandidatin des Wahlkreises 3, Birgit Haas, begleitet. Jürgen Jonas, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Verbandsgemeinde Asbach, begrüßte die Gäste im Bürgerhaus. Thomas Stumpf moderierte den Abend, bei dem die Ministerin eingangs über „Chancengleichheit und Aufstieg durch Bildung“ sprach, bevor die Zuhörer, darunter auch einige Schulleiter, Fragen zur Bildungspolitik in Rheinland- Pfalz stellen konnten. „Wir müssen in die Köpfe unserer Kinder investieren“, sagte Reiß. 30 Prozent des Landeshaushaltes würden deshalb in Bildung investiert, und die beginne schon im Kindergarten. Bildung müsse von der Kita bis zum Studium gebührenfrei bleiben, damit jeder unabhängig vom Geldbeutel Zugang habe. Die Ministerin beleuchtete in ihrem halbstündigen Vortrag die Schulformen bis hin zu den berufsbildenden Schulen und das duale Studium und betonte, dass die jüngsten Schulreformen, wie die Zusammenlegung der Haupt- und Realschulen zur Realschule plus, „demografiefest“ seien. Bildung sei kein Spielfeld für Experimente. „Wir sind in Rheinland-Pfalz gut aufgestellt in der Bildungspolitik. Wir sind aber gefordert, sie immer weiter zu entwickeln“, sagte Reiß. In der anschließenden Diskussionsrunde warfen die Zuhörer Themen wie Unterrichtsausfall auf, es ging auch um das Thema Flüchtlinge. Immerhin nehmen derzeit 4600 Flüchtlinge an 340 Intensivmaßnahmen im Land teil. Es ging auch um die Inklusion. Becker von der Realschule plus in Asbach, die seit 2009 Schwerpunktschule und seit 2011 Fachoberschule ist, forderte mehr Stunden, in denen Förderschulkräfte zur Verfügung stehen. „Wir wünschen uns hier einfach mehr Unterstützung.“

Quelle: san Rhein-Zeitung Nr. 58 Mittwoch, 9.März 2016

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